mat & mi

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Ich hatte mal einen (Web-)Blog. Er hieß „mat & mi“ und ist mittlerweile offline. Ein Sammelsurium und ein Wohlfühl- und Ausprobierort für meine Text- und Fotografiebegeisterung. Ein Lebensphasenbegleiter. Es ging vor allem um Kulinarisches, Gesammeltes und Bereistes, um Aufgelistetes und Notiertes. Eine Essenz, die auch hier im Salon Frisson weiterleben wird. 

Das war in 2010 bis 2018. Über 400 Posts und tolle Klickzahlen. Aber noch viel wertvoller und toller: wertschätzende Kommentare, herzliche Begegnungen, neue Freundschaften, ein schönes Netzwerk und viel Herzblut. Ohne Monetarisierung und bezahlte Werbung, dafür mit ehrlichen Empfehlungen und unheimlich großem Lerneffekt. Eine spannende Zeit. Schon so eine lange Weile her, dass ich beim Zurückblicken von „damals“ spreche.

Weblogs waren damals für mich herrliche Inspirationsquellen im Internet. Man konnte einfach weltweit Menschen finden, die ihre Gedanken, Kreativität, ihren Alltag, ihre Entdeckungen und ihre Sorgen und ihre Lösungen teilten. Sich selbst dabei zurücknehmend oder ganz bewusst dargestellt. Es entstanden spannende Dialoge in den Kommentarspalten, es war ein bisschen wie digitales Magazinlesen und irgendwie auch Tagebuchlesen und neugierig durch das Internet mäandern. In einem angenehmem selbstgewähltem Tempo.
Man konnte aktiv nach neuen Inhalten suchen oder sich bequem per Blogreader über neue Beiträge informieren lassen oder durch die Verlinkungen noch mehr entdecken. Alles irgendwie noch gut überschaubar.  Die Auswahl an Artikeln fühlte sich da noch endlich an!
Es gab Aktionen der Vernetzung, Bloggertreffen und besonders im Herzen ist mir die Aktion „Sonntagssüß“, bei der ich mit zwei anderen befreundeten Bloggerinnen (ich winke Richtung Ka und Ni) jeden Sonntag ein Rezept teilte und von allen, die mitmachen wollten, die passenden Süß-Beiträge einsammelte.
Hashtags und Insta waren da noch fern und Pinterest ein guter visueller Unterstützer. Hach ja…

Ich könnte viel davon erzählen, wieso ich vor allem diese Internet-Nutzungs-Zeit doch sehr vermisse. Ich greife das noch auf, denn mich beschäftigen dazu verschiedene Gedankengänge rund ums Konsumieren und Kreieren und aber auch rund ums Mitmachen, Zuschauen, Mitreden oder Leisewerden.

An was denkst Du gerade ein wenig wehmütig zurück?

Ich habe die Kommentarfunktion abgestellt. Ich freue mich aber sehr, wenn Dich ein Beitrag zum Weiterdenken oder Einhaken anregt. Schreib mir dann gerne an hallo@salon-frisson.de, damit wir in den Austausch gehen können!